Warum blogge ich?
Diese Frage habe nicht nur ich mir schon des öfteren gestellt! Diese Frage wurde mir auch schon oft gestellt! Und zum "Wort zum Sonntag" von Bea , was vielleicht einige BLW-User gelesen haben mögen, habe ich mir diese Frage auch nochmal gestellt! Ich bin ein emotionaler Mensch! Und ich bin extrovertiert! Letzteres ist sicherlich ein Grund, warum ich blogge! Ich muß mich den anderen Menschen mitteilen! Und speziell, wenn ich traurig oder verärgert bin! Danach geht es mir besser! Wer hier schon länger liest, wird wissen, daß ich nicht (oder selten) nur mal kurz 2-3 Sätze 3-4 Mal täglich blogge über Dinge, die ich im Netz gefunden habe, Lustiges aus dem Fernsehen, etc.! Das ist jetzt nicht abwärtend für alle die gemeint, die so bloggen. Ich finde es auch sehr erfrischend, in diesen Blogs zu lesen. Aber ich schreibe hier über Dinge, die mich beschäftigen! Erlebnisse, die mich aufgeregt haben, die mich gefreut haben, die mich traurig gemacht haben! Meine Einträge sind in der Regel lang, aber dafür nicht täglich... Das Blog ist für mich halt eine erweiterte, etwas abgeänderte Form eines primitiven Tagebuchs, welches man als Teenie führt oder geführt hat! Natürlich gibt es Vor- und Nachteile, wenn man sowas im Netz macht! Vorteil ist halt, in meinen Augen und für mich, daß ich dadurch schon viele, nette Leute kennenlernen durfte, die ich anders nie kennengelernt hätte, da wir halt nicht gerade nebeneinander wohnen! Leute, die die gleichen Interessen haben, die ähnlich denken wie ich und das finde ich schön und ich möchte es nicht missen. Es sind Leute, die mich durch ihre Einträge teilweise zum Nachdenken anregen. In deren Texten ich mich wieder finde und mit denen mich plötzlich doch einiges verbindet. Jedenfalls anhand ihrer Texte... Ein Nachteil ist natürlich, daß man z.B. bei G..gle nur mal kurz "babette" eingeben braucht und da braucht man nicht lange gucken...zack sieht man schon den Fellosophie-Blog -> ca. Platz 4! Und das tun natürlich auch viele Leute, von denen ich entweder gar nicht glauben würde, daß sie nach mir im Internet suchen, oder aber auch Leute, von denen ich nicht unbedingt wollen würde, daß sie hier in meinem Blog lesen! Aber das muß ich halt eben akzeptieren, wenn ich weiter bloggen will! Bea bezog sich in ihrem Text auf einen Eintrag von Engelbert (liebe Grüsse von hier aus an Euch beiden Lieben), in dem es halt um genau das ging - nämlich das auch Leute mitlesen können, wo man gar nicht mit rechnet, die einen aber kennen. Ich würde hier jetzt auch nie Namen nennen, wenn ich mich z.B. über jemanden aus meinem Umfeld aufgeregt habe. Z.B. würde ich nie schreiben, daß ich es furchtbar finde, daß Nachbarin Meier ein Verhältnis mit dem Nachbarn Kunze hat (<- evtl. Zutreffendes ist rein zufällig und von mir nicht gewollt!) ;-) Denn mir ist schon klar, daß es da schnell böses Blut geben kann und mir ist klar, daß man sich bei einem so emotional geführten Blog schnell mal auf Glatteis wagt und natürlich bin ich auch schon mal eingebrochen. Aber ich kann nicht anders bloggen! Rege ich mich auf, schreibe ich es hier! Freue ich mich, schreibe ich es hier! Bin ich traurig, schreibe ich es hier! Alles andere würde für MICH keinen Sinn machen. Ich brauche das! Ich liebe das! Aber ich erwähne keine Namen wenn ich mich über jemanden aufgeregt habe! Ich spreche hier niemanden direkt an! Auf der anderen Seite biete ich natürlich eine große Angriffsfläche durch meine Bloggerei. Leute lesen über meine Gefühle, mein ICH - so wie ich halt bin! Ich gebe viel von mir preis, was nicht unbedingt jeden etwas angeht! Ich weiß das! Natürlich besteht hier die Gefahr, daß man mißverstanden wird. Schließlich sind in einem Gespräch nicht nur Worte wichtig! Auch die Mimik des Gegenübers, die Betonung der Worte und die Gestik sind wichtig, um sein Gegenüber auch RICHTIG zu verstehen. Das kann man natürlich beim Schreiben nicht! Zwar hat man dank einiger Smilies die Möglichkeit, dem Geschriebenen einen gewissen "Wink" zu geben, aber ich denke, daß man oft ganz anders verstanden wird. Aufgrund der ganzen Texte haben die Leute, die sie lesen, natürlich auf kurz oder lang das Gefühl, diese da schreibende Person zu kennen. Wie auch ich ja oben schon geschrieben habe. Das hat Vor- und Nachteile! Wie alles im Leben! Und wenn es dann da Leute gibt, die sich hier im öffentlichen Blog abreagieren wollen, die, aus welchen Gründen auch immer, einen Hals auf mich schieben mögen, dann hier im Blog ein falsches Bild von mir abbilden durch ihre Kommentare, dann habe ich natürlich das Gefühl, ich müßte mich rechtfertigen! Das ist ein Nachteil, denn es ist nervig, wenn man sich Leuten gegenüber rechtfertigen muß (oder besser gesagt, man hat das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, weil ja noch andere Leute mitlesen), die man gar nicht kennt, die sogar total anonym bleiben wollen, sich aber das Recht rausnehmen, sich zu dem von mir geschriebenen Thema zu äußern, obwohl ich sie selber in meinem Text gar nicht angesprochen habe. Irgendwie hat man auch das Gefühl, man ist es dann den anderen Mitlesern irgendwie schuldig! Nun...das alles macht mich nachdenklich! Und so bin ich, schon seit einiger Zeit, zu der Überzeugung gelangt, daß ich einfach so weiter blogge, wie ich mag! Meint jemand, mich schlecht machen zu müssen, läßt mich das kalt! Evtl. schreibe ich etwas dazu! Aber ich rege mich nicht mehr auf und ich will mich auch nicht mehr rechtfertigen! Denn mein Lebensmotto ist: Ich bin nicht verantwortlich für das, was andere von mir denken! Ich bin nur verantwortlich für das, was ich bin! Und somit wünsche ich uns allen noch eine schöne, gemeinsame Blogzeit! Denken wir immer daran, daß wir zwar Leute kennengelernt haben und noch kennenlernen in den Blogs, aber wir KENNEN sie nicht wirklich und haben so auch nicht das Recht, über sie zu urteilen!
