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За ваше здоровье = Sa waschje sdorow'je = Zum Wohl! Eine weitere wunderschöne Etappe auf unserer kulinarischen Weltreise liegt hinter uns! Wir waren am vergangenen Pfingstsonnmuttertag in Russland zu Gast und haben diesen Abend nebst Schweden und Österreich bislang zum lustigsten und gelungensten erklärt. Woran das lag kann ich nicht genau definieren, aber ich denke der Wodka war nicht ganz unschuldig daran. ;-) Genau, unser Schankkellner hat sich für Wodka entschieden. Und zwar einzig und alleine für Wodka. Und das ist ja auch gar nicht schlimm, denn Wodka heisst übersetzt "Wässerchen" und genau so wird er in Russland getrunken, wie Wasser. *gg* Und wenn man dazu auch wirklich nur Wasser trinkt und kräftig isst, kann einem der Wodka weder am Abend noch am Morgen danach irgendwas anhaben. Famos, aber tatsächlich - wir 4 Versuchskaninchen sind nach einer Flasche Wodka fest davon überzeugt *lach* Nach dem zweiten Stamperl habe ich zwar aus noch unerfindlichen Gründen einen Lachflash bekommen der den ganzen Abend andauerte, aber ich bringe das nicht in unmittelbaren Zusammenhang mit diesem Getränk. *gg* Trinkregeln: Wodka wird zum Essen getrunken, nicht davor und nicht danach. Man trinkt nie weniger wie 50 gramm und man trinkt das Glas in einem aus, man nippet nicht. Trinken ohne Anlass ist Trunksucht besagt die russische Philosophie und somit wird den ganzen Abend Wichtiges und Unwichtiges betrunken und es sei das schöne Wetter oder die neue Jacke. Sich beim Anstoßen in die Augen zu sehen ist nicht notwendig, Hauptsache das Glas wird leer. Aber wir haben an diesem Abend nicht nur Gläser geleert, nein wir hatten auch allerhand Leckeres auf unseren Tellern, denn sonst hätte uns der Wodka vielleicht doch am Kragen gepackt? Na Kerstin - nu fang aber mal an.... Für die Vorspeise war ich verantwortlich und habe mich für борщ entschieden. Als die russische rote Suppe bekannt, kommt Borschtsch ursprünglich eigentlich aus der Ukraine, ist aber seit Jahrhunderten beliebtes russisches Nationalgericht. Mit Rindfleisch, Weißkraut und Rote Beete - wirklich sehr lecker. Und weil ich diese Dinger so niedlich fand hab ich mich noch zusätzlich ans Basteln von матрешка -Eiern gewagt. In Anlehnung an die russische Schachtelpuppe Matroschka oder besser bekannt als Babuschka. Das war vielleicht eine Fitzelei *gg* Meine Schwester hatte dieses Mal den Hauptgang und hat sich quasi für die russische Variante von Köttbulla entschieden *lach* Hackfleischbällchen mit Kartoffeln und mit Sahne und Käse überbacken. Nennt sich Битки по русски (Bitki po russki) und schmeckt superlecker!! Danach waren wir erst mal pappsatt, an Nachspeise war nicht zu denken. Also haben wir uns wieder der Trinkregeln erinnert, die da ja besagen ohne Anlass trinken ist Trunksucht. So erhoben wir die Gläser auf unser nahendes Wochenende auf einer Hütt´n in Innsbruck und fingen schon mal an im Geiste Köfferchen zu packen *gg* Wir hatten eine Mordsgaudi dabei und wir lagen vor Lachen beinahe unterm Tisch. Auf dem Tisch stand ein Teller voll mit Ватрушки (Watrushki), russische Quarktaschen, denen wir uns dann doch noch gewidmet haben, und das war gut so, denn sie waren sehr lecker und erfrischend und mit ein bisserl Wodka gut zum runterspülen ;-) Zum guten Schluß kam natürlich noch das von allen mit Spannung erwartete Finale des Abends: In welches Land wird als nächstes kulinarisch gereist? Mit im Lostopf: Thailand, Polen und die Schweiz. Das Rennen hat gemacht: Griechenland! Also gehts mal wieder in etwas gewohntere Gefilde und freuen uns auf den Sommeranfang mit einem hoffentlich weiteren amüsanten und genussreichen Abend auf unserer kulinarischen Weltreise!
