~Das zweite Buch~
das ich in diesem noch frischem Jahr gelesen habe ist für mich das dritte Werk von Anna Gavalda. Nach "Zusammen ist man weniger allein" und "Ich habe sie geliebt" , hab ich mir nun also noch "Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet" angetan. Kurzbeschreibung: Eine junge Frau, deren hoffnungsvoller Flirt durch ein Handy zerstört wird, und ein junger Mann, der beim Liebesspiel im entscheidenden Moment nur daran denken kann, wie er sein Ikea-Klappbett aufkriegt. Ein älterer Herr, der nicht mehr fremdgeht, weil die Alimente jetzt so teuer würden, und ein junger Schnösel, der sich heimlich Papas Jaguar leiht und darin statt einer weiblichen Eroberung unversehens ein rasendes Wildschwein transportiert. Eine Schwangere, die den Tod ihres ungeborenen Kindes verschweigt, um ihrer Kusine die Hochzeit nicht zu verderben, und ein ehemaliges Liebespaar, das sich noch einmal wieder sieht, als alles zu spät ist. Nachdem ich nach den beiden ersten Büchern ein 1:1 Resultat hatte, brauchte ich noch ein weiteres um die Waage entscheiden zu lassen. 12 Kurzgeschichten, zum Teil amüsant, bitterböse, todtraurig. Aber es fehlt Ihnen allesamt so das gewisse Etwas, das Herz, die Seele. Der Erzählstil der mich in "Zusammen ist man weniger alleine" so sehr in einen Rausch lesen ließ lässt sich hier nicht finden. Wenn man nicht die Erwartung hegt große Emotionen wecken zu wollen, so hat man dennoch eine gewisse Kurzweil und den einen oder anderen Schmunzler. So bleibt es weiterhin bei einem 1:1, und verhalte mich diesem Buch gegenüber weitgehenst neutral.
