Abschied von C.A.S.E.Y.
Es war schwer SEHR schwer! Aber zunächst einmal möchte ich mich für Eure lieben Mails und Kommentare bedanken! Besondere Knuddels an Ocean , die an diesem, für uns schweren, Tag einen lieben Kommentar gemacht hat, dass sie an uns denkt und die SMS am Samstag von Susanne, dass sie an uns denkt und uns alles Gute wünscht! Das hat mich sehr gefreut, dass Ihr an uns gedacht habt! Danke! * gerührtbin * Ich finde es erschreckend, wie schnell 12 Wochen umgehen Ich weiß noch, als Casey am 19.02.2006 zu uns gekommen ist und kann mich noch sehr gut an meinen etwas panischen Eintrag an diesem Tag erinnern, als ich etwas überfordert war mit dieser Situation. hier war sie gerade ca. 2 Stunden oder so bei uns... Aber das Problem mit dem Katzenfutter, das Problem mit den Katzen überhaupt und auch Caseys Heimweh alles ließ nach! Auch wenn neue, größere Probleme dafür auftauchten, wie z.B. ihre Verlassensängste und das sie gar nicht allein blieb. Die liebe Katja stand mir in den 12 Wochen oft mit ihrem Rat zur Seite und gab mir viele Tipps! Vielen Dank noch mal an Dich, liebe Katja! Und schön, dass Du wieder in der Bloggerwelt bist! ;-) Auch wenn wir die 12 Wochen dazu nutzten, gegen ihre Ängste anzukämpfen . Was ein 5jähriges Hundeleben versäumt wurde, denke ich, kann man nicht in 12 Wochen wieder zurecht biegen! Obwohl wir schon leichte Fortschritte sehen konnten und Casey sich sogar sehr gut mit Nicki, dem Hund von Dirks Vater angefreundet hatte. Casey mit Nicki Quasi ein Leben für Casey im Büro das wäre die Alternative gewesen! Sicher hätte es irgendwannmit dem Alleinsein dort geklappt! Doch a) WANN wäre es soweit gewesen, dass sie keine Verlassensängste mehr gehabt hätte? und b) Was wäre gewesen, wenn Dirks Vater mit seiner Familie in Urlaub fährt (ca. 6 Mal im Jahr)? Das hätte für Casey dann halt so ausgesehen, dass sie mal dahin gebracht worden wäre und mal dorthin! Das wäre nichts für sie gewesen! Ich bin mir nicht mal sicher, ob das überhaupt was für einen Hund wäre! Aber schon gar nicht für die super sensible und ängstliche Casey! Wir haben uns unser Hirn zermartert, haben jede Idee durchgespielt, hin und her überlegt, uns schlau gemacht, waren in Foren unterwegs und haben Tierärzte gefragt! Der eine sagte so, der andere sagte so wie das halt so ist, wenn man sich mehrere Meinungen einholt! Aber wir sind dann letztendlich zu dem Entschluß gekommen, dass man Casey locker mit einem Laborbeagle vergleichen kann! Und wie Ihr wisst, hatte ich mich mal wegen einem Laborbeagle schlau gemacht. Jedoch wurde mir da von diversen Tierschutzvereinen abgeraten, da diese Hunde vorbelastet und sehr sensibel und ängstlich und somit sehr "zeitintensiv" sind - kurz: keine Anfängerhunde! Da sie halt schlechte Erfahrungen gemacht hatte ( in welcher Form auch immer ), sitzen diese Ängste wohl sehr tief! Sie wird immer ein Problem-Hund bleiben, meine kleine Maus! Also sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass wir ihr keinen Gefallen tun, wenn wir sie behalten und ihr Leben dann so aussieht, dass sie ihren Tag so gut wie allein im Büro verbringt oder halt mal hier und mal dorthin geschoben wird. Sie zu behalten, wäre wohl zu egoistisch gewesen! Und schließlich hat sie es bei Sybille ja gut! Sie wird über alles geliebt, hat von morgens bis abends und nachts ihre Bezugsperson um sich und dort sind noch zwei Hunde, mit denen sie schon seit ca. 4 Jahren täglich tobt und spielt ( und sich natürlich auch streitet ). Also hatte ich schon seit ca. Mittwoch D fall * räusper * und mein Auge ist wieder dick geworden (scheint wohl doch auch was mit den Nerven zu tun zu haben ). Es hat uns beide sehr mitgenommen. Freitag abend ging die Heulerei bei mir dann los Samstag gegen 17.00 Uhr war es dann soweit. Sybille erwartete uns schon und kam uns mit dem Setter und der Schäferhündin entgegen gelaufen! Casey klemmte natürlich erstmal den Schwanz ein und stellte jedes Rückenhaar hoch! Ohren angelegt, Blick von unten nach oben! * herzbrech * * schluck * Ich wechselte einen Blick mit Dirk und ich denke, wir waren uns beide einig Sollte es so bleiben, nehmen wir sie wieder mit! Aber es blieb nicht so! Nach ca. 2 Minuten ging Caseys Schwanz hoch, sie rannte mit den anderen Hunden zur Wohnungstür und in die Wohnung rein! Wir setzten uns ins Wohnzimmer und Casey legte sich zu Sybilles Füssen! Stand dann wieder auf, um in der Küche Wasser zu schlabbern, blieb dann in der Wohnzimmertür stehen und legte den Kopf schief! Sybille meinte Willst Du nach den Hasen gucken gehen? Der Kopf wurde noch schiefer gelegt und Casey lief zur Nagertür (die haben ein eigenes Zimmer) und kam wieder zurück. Nachdem wir mit allen Hunden kurz im Nagerzimmer waren und wieder zurückkamen, leckte Casey Nevys Augen und Schnauze ab. Sie sah so glücklich aus! Sie war Zuhause! Ich denke, für sie war es definitiv die beste Lösung! Und das ist die Hauptsache! Sie ist jetzt so glücklich, wieder Zuhause zu sein! Das macht uns natürlich froh! Aber für uns ist eine kleine Welt zusammen gebrochen. Wir sind so unendlich traurig, dass sie nicht mehr da ist! Dirk vermisst sie noch mehr als ich! Schließlich war er die ersten 6 Wochen rund um die Uhr mit ihr zusammen und halt auch danach viel mehr als ich, da ich ja arbeiten war! Es ist für uns eine verdammt schwere Zeit, und auch wenn wir wissen, dass sie es jetzt gut hat und glücklich ist, so haben wir doch das Gefühl, ein Tier weggegeben zu haben! Ich kann das Gefühl nicht beschreiben! Es ist furchtbar! Was sind das für Leute, die ihre Tiere abgeben, im Wald aussetzen oder beim Tierheim über den Zaun werfen? Ich kann und will so was nicht verstehen! Wir leiden entsetzlich! mein persönliches Lieblingsfoto von ihr - dieser Blick... Oh man - wir vermissen sie sooooooooo sehr!
